Projektsteckbrief
Sanierung Institusgebäude Chemie und Pharmazie
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Maßnahmenträger
Das Land Sachsen-Anhalt, vertreten durch das Ministerium der Finanzen. Gefördert mit Mitteln der Europäischen Union (EFRE).
Realisiert durch das AIB Halle (Saale).
Anschrift
Weinberg-Campus, 06120 Halle (Saale)
Nutzer
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Bauzeit
Pharmazie
12/2019- 06/2026
Chemie
02/2019- 08/2025
Baukosten
Pharmazie
39,634 Millionen Euro
Chemie
28,06 Millionen Euro
Nutzfläche gesamt
Pharmazie
2.883 m²
Chemie
1.948 m²
Veranlassung
Mit der umfassenden Sanierung der Institute für Chemie und Pharmazie wurden die baulichen und technischen Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Forschungs- und Lehrlandschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg geschaffen. Ziel der Maßnahme war es, die denkmalgeschützten Bestandsgebäude grundlegend zu modernisieren, aktuelle Anforderungen an Sicherheit, Arbeitsschutz und Energieeffizienz umzusetzen sowie moderne Labor- und Lehrbedingungen für Studierende und Wissenschaft zu schaffen.
Standort
Die Baumaßnahmen wurden auf dem naturwissenschaftlichen Campus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in der Kurt-Mothes-Straße in Halle (Saale) umgesetzt. Das Institut für Pharmazie sowie die Gebäudeteile B und D des Instituts für Chemie bilden einen zusammenhängenden Gebäudekomplex, dessen Ursprünge bis in die 1950er- beziehungsweise 1960er-Jahre reichen. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz und prägen den Campus bis heute.
Die Sanierung des Instituts für Pharmazie
Das Ende der 1960er-Jahre errichtete Institutsgebäude wurde umfassend baulich, technisch und energetisch saniert. Ziel der Maßnahme war es, moderne Forschungs- und Lehrbedingungen zu schaffen und gleichzeitig den denkmalgeschützten Charakter des Gebäudes zu bewahren.
Besonderes Augenmerk lag auf der denkmalgerechten Aufarbeitung prägender Bauteile. So blieben unter anderem das historische Hörsaalgestühl, die Tafelanlage, die Raumstruktur des Foyers sowie das keramische Wandbild an der Hörsaalfassade erhalten und wurden fachgerecht restauriert.
Im Zuge der Sanierung wurden die Laborbereiche vollständig modernisiert und mit zeitgemäßer Labor- und Medientechnik ausgestattet. Erneuert wurden unter anderem die raumlufttechnischen Anlagen mit Wärmerückgewinnung, die Gebäudeautomation sowie die technische Medienversorgung. Auch die Tierhaltung für Forschungszwecke wurde vollständig an die aktuellen gesetzlichen und fachlichen Anforderungen angepasst.
Mit der Sanierung erfüllt das Gebäude die heutigen Anforderungen an Arbeitsschutz, Brandschutz, Barrierefreiheit und Forschung und bietet optimale Voraussetzungen für Lehre und Wissenschaft.
Die Sanierung des Instituts für Chemie
Im Institut für Chemie wurden die denkmalgeschützten Gebäudeteile B und D aus den 1950er-Jahren grundlegend modernisiert. Ziel war die energetische Ertüchtigung der Bestandsgebäude sowie die Schaffung zeitgemäßer Arbeits- und Forschungsbedingungen.
Im Rahmen der Sanierung wurden Dächer, Geschossdecken, Fenster, Türen und Fassaden instand gesetzt sowie sämtliche technischen Anlagen erneuert. Dazu zählen unter anderem die Heizungs-, Sanitär-, Kälte- und Lüftungstechnik, die Versorgung mit technischen Gasen und Druckluft, die elektrische Infrastruktur, die Gebäudeautomation, Brandmeldetechnik sowie moderne Laboreinrichtungen.
Ergänzend entstanden zentrale Technikflächen für die gebäudeübergreifende Kälteversorgung, die an die Institutsgebäude angebunden wurden.
Mit der umfassenden Modernisierung wurden die Voraussetzungen für leistungsfähige Forschung und Lehre geschaffen und zugleich ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes Sachsen-Anhalt geleistet.

