Komplettverfüllung ehemaliges Luftschutz-Stollensystem in Halle

Projektsteckbrief
  • Auftraggeber:

    Bundesanstalt für Immobilienaufgaben



  • Anschrift:

    Seebener Straße 38/ Am Klausberg
    06114 Halle (Saale)



  • Eigentümer:

    Stadt Halle (Saale)



  • Auftragnehmer:

    BST Mansfeld GmbH & Co. KG



  • Bauzeit:

    2010 bis 2011



  • Gesamtkosten:

    460.029 Euro
Blick auf den Zugang des ehemaligen Luftsschutzstollensystems

Das ehemalige Luftschutz-Stollensystem (1944/45 errichtet und nach Kriegsende nicht zerstört) befindet sich im nördlichen Teil Halles, unter der Erhebung "Klausberg". Der Hauptzugang in der Seebener Straße ist verschüttet. Als einzige Zugangsmöglichkeit war der Notausgang im Bereich einer Garagenbebauung nutzbar.

Das Luftschutz-Stollensystem hatte eine flächenmäßige Ausdehnung von 125 mal 80 Metern, wobei die Gesamtstreckenlänge circa 400 Meter war. Der Regelquerschnitt betrug 2,40 mal 2,50 Meter. Die Deckgebirgsüberlagerung schwankte zwischen 6 und 12 Metern. Zur Befahrung der Luftschutz-Anlage im Jahr 2009 war diese vollständig mit Wasser gefüllt. Durch die immer wiederkehrenden Wassereinbrüche durch die Spalten und Risse (Klüfte) des Porphyrgesteins füllte sich gleichzeitig ein dem Zugang vorgelagerter Teich.

Die Verfüllung der gesamten Luftschutz-Stollenanlage (circa 2.720 Kubikmeter) erfolgte zu circa 90 Prozent mit Spezialbindemitteln und der verbliebene Resthohlraum im Firstbereich dient als ständiger Abfluss für das zufließende Wasser. Die Maßnahme wurde im Rahmen des Allgemeinen Kriegsfolgegesetzes als Sicherungsmaßnahme auf nicht bundeseigenen Grundstücken durchgeführt. 

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