Neubau eines Dienstgebäudes für das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau

Projektsteckbrief

 

  • Auftraggeber:

    Bundesrepublik
    Deutschland



  • Anschrift:

    Wörlitzer Platz 1
    06844 Dessau-Roßlau



  • Nutzer:

    Umweltbundesamt Dessau-Roßlau



  • Architekten:

    Sauerbruch Hutton
    Architekten Berlin



  • Bauzeit:

    1999 bis 2005



  • Gesamtkosten:

    70 Millionen Euro



  • Hauptnutzfläche:

    17.675 Quadratmeter








 

Das Dienstgebäude des Umweltbundesamtes befindet sich auf einem Grundstück im sogenannten Dessauer Gasviertel, einem ehemaligen Industriestandort.
Die Entscheidung auf dieser einst bedeutenden innerstädtischen Fläche das Umweltbundesamt zu errichten, setzte einen deutlichen Impuls zugunsten einer flächensparenden, nachhaltigen Stadtentwicklung. Das Umweltbundesamt integriert auf einer Grundstücksfläche von 27.337 Quadratmetern neben dem eigentlichen Neubau des Dienstgebäudes ein zur Bibliothek saniertes und umgebautes ehemaliges Industriegebäude, den Neubau einer Kantine sowie das historische Gebäude des Wörlitzer Bahnhofes.

Das sich als Schlange in Süd-Nordrichtung über das Grundstück ausdehnende fünfgeschossige Dienstgebäude umschließt im nördlichen Teil ein Atrium, öffnet sich im südlichen Teil über ein Forum nach Westen und schließt hier über einen Verbindungsbau an das bestehende Industriegebäude an.

Der Rohbau des Umweltbundesamtes wurde in einer Stahlbetonkonstruktion erstellt. Hierbei wurde das Untergeschoss, welches neben Technik-, Werkstatt- und Lageräumen auch eine Tiefgarage integriert, als Weiße Wanne und das Erdgeschoss bis drittes Obergeschoss in Stahlbetonskelettkonstruktion aus Stützen und Flachdecken ausgeführt. Die Fassade wurde als Holz-Holz-Fassade konzipiert und umgesetzt. Sie setzt sich zusammen aus Holzrahmenelementen mit einer Wärmedämmung aus Zellulosedämmstoff sowie beidseitiger Beplankung aus Holzfaserzementplatten innen und Gipsfaserplatten außen. Die Bekleidung der Außenseite der Fassade besteht aus Holzbändern im Brüstungsbereich und teilweise farbigen Glaselementen zwischen den Fenstern.
Die sich aus der Gebäudegeometrie ergebenen Atrium- und Forumsbereiche werden durch ein Glasdach als Pfosten-Riegelkonstruktion in Form eines Sheddaches überspannt. Der Neubau des Dienstgebäudes ist ein Beispielvorhaben für ökologisches Bauen. Hierbei wurden sämtliche Baustoffe vor ihrem Einsatz auf ihre Gewinnung, Herstellung, Verarbeitung, Nutzung und Recyclingfähigkeit untersucht. Darüber hinaus werden durch Einsatz regenerativer Energien natürliche Ressourcen geschont.

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