Dienstgebäude der Landesvertretung Sachsen-Anhalt beim Bund in Berlin, Pilotprojekt Membrandach

Projektsteckbrief
  • Auftraggeber:

    Ministerium der Finanzen
    LSA, vertreten durch den
    Landesbetrieb BLSA,
    Niederlassung Nord-West,
    Magdeburg


  • Anschrift:

    Tessenowstraße 1
    39114 Magdeburg


  • Nutzer:

    Landesvertretung
    Sachsen-Anhalt
    beim Bund


  • Architekten:

    Hochschule Anhalt,
    Institut für Membran-
    und Schalungs-
    Technologien e.V.
    Dessau-Roßlau


  • Bauzeit:

    2012


  • Gesamtkosten:

    rund 1.38 Millionen Euro


  • Hauptnutzfläche:

    267 Quadratmeter Innenhof
    390 Quadratmeter Membrandach

 

 

 

Blick auf das Membrandach Berlin (Foto: Peter Gercke)

Die Überdachung des Innenhofes der Landesvertretung Sachsen- Anhalt im Bezirk Berlin Mitte, Luisenstraße 18, wurde als innovatives Pilotprojekt von Sachsen-Anhalt mit lichtdurchlässigen Folienmembrankissen ausgeführt.

Das in den Jahren 1827/28 errichtete und als Künstlerclub „Möwe“ bekannte Gebäude mit seinen Seitenflügeln und dem 2001 errichteten Neubau umschließt einen Innenhof. Dieser entwickelte sich schnell zu einer Kommunikations- und Veranstaltungsfläche, die von der Landesvertretung für zahlreiche  Veranstaltungen genutzt wird. Mit Hilfe des Membrandachs kann der Innenhof  jetzt wetterfest gemacht werden.

Für das Membrandach werden Patente aus Sachsen-Anhalt genutzt. So stammt das Gurtsystem vom Institut für Membran- und Schalentechnologien. Dieses Institut ist mit der Hochschule Anhalt als ein Aninstitut verbunden. Die Schweißarbeiten erfolgten in einem hochmodernen Laserschweißverfahren, an dem das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik Halle beteiligt war.
In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz entstand eine selbstständig tragende Konstruktion aus Stahl, die dabei über vier Meter oberhalb der Traufen des Altbaus diese Dachflächen rund zwei Meter  überragt. Ein punktueller, jedoch nicht witterungsdichter statischer Anschluss ist am Neubau mit einer Tiefe von einem Meter  vorhanden.

Die waagerechte Achse der Kissen sowie die Oberkante der Fischbauchträger ordnen sich unterhalb der Firsthöhen des Altbaus an. Die mit Luft gefüllten und konstant unter Druck gehaltenen sowie vorgespannten Folienkissen ordnen sich der Höhe der Treppenhäuser des Neubaus unter. Durch diese Form der Membrankissen sowie die Höhenlage der Konstruktion ist eine Stauung der Wärme nicht möglich. Die aufsteigende Warmluft wird über die untere gespannte Folie abgeleitet. Zudem entstehen durch die tragflügelförmigen Membrankissen Luftströmungen, die zum Wärmeaustausch unterhalb der Membran führen.

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