Baumanagement

Der Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement BLSA hat bei den Baumaßnahmen des Landes die Aufgaben der Baudurchführung. Staatliche Bauten sind durch einen hohen Anspruch sowohl an die Funktionalität, Wirtschaftlichkeit als auch an die gestalterische Qualität der Gebäude gekennzeichnet. In der Folge kommt dem staatlichen Hochbau besondere Vorbildfunktion bezüglich der Förderung der Baukultur und der Pflege des baukulturellen Erbes zu. 

Zu den Schwerpunkten des staatlichen Hochbaus gehören:

  • Neu-, Um- und Erweiterungsbauten zur konzentrierten und optimierten Unterbringung der Landesbehörden und anderer staatlicher Einrichtungen
  • Sanierung und Modernisierung von Gebäuden des Landes und des Bundes; einschließlich Anpassung an die laufende technische Entwicklung
  • Bauunterhalt zur Werterhaltung des Gebäudebestandes.

Bundesbau

Auf der Grundlage eines Verwaltungsabkommens werden durch die Bauverwaltung des Landes notwendige Bauleistungen auf den Liegenschaften des Bundes im Land vorbereitet und durchgeführt.

Während die jeweils fachlich zuständigen Bundesministerien, das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) für die zivilen und das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) für die militärischen Maßnahmen, die Aufgaben der obersten technischen Instanz wahrnehmen, werden die Aufgaben der Fachaufsicht zu den Belangen des Bundesbaus in der Abteilung Staatliches Liegenschafts- und Baumanagement des Ministeriums der Finanzen wahrgenommen.

Die Bauvollzugsaufgaben erledigt auch für den Bundesbau der Landesbetrieb BLSA. Im Zeitraum von 1991 bis 2011 wurden so durch das Land Sachsen–Anhalt auf den militärisch genutzten Liegenschaften des Bundes Baumaßnahmen mit einem Gesamtbauvolumen in Höhe von 954,7 Millionen Euro planungsseitig vorbereitet und realisiert. Auf den zivilen Liegenschaften des Bundes beläuft sich das Gesamtbauvolumen für den gleichen Zeitraum auf 391,8 Millionen Euro.

Schwerpunkte sind die Herrichtung der Liegenschaften der Bundeswehr an den Standorten Burg, Weißenfels, Havelberg und Klietz, die Errichtung des Gefechtsübungszentrums in der Colbitz–Letzlinger Heide und die Herrichtung der Außenstelle des Bundessprachenamtes (Bundeswehrfachschule) in Naumburg.

Herausragende zivile Bundesbaumaßnahmen waren die Errichtung des Wasserstraßen–Neubauamtes am Standort Magdeburg, die Sanierung der Liegenschaft in der Gerhard–Hauptmann–Straße in Magdeburg zur Nutzung durch die Wasser– und Schifffahrtsdirektion Ost, die Sanierung des Robert–Koch–Institutes in Wernigerode, einschließlich der Errichtung eines Ergänzungsneubaus, die Errichtung des Neubaus für die Bundesanstalt für Züchtungsforschung (jetzt Julius–Kühn–Institut ) in Quedlinburg und die Errichtung des Neubaus für das Umweltbundesamt am Standort Dessau–Roßlau, einschließlich der Sanierung des denkmalgeschützten „Wörlitzer Bahnhofs“.

Landesbau

Durch das Baumanagement werden die baulichen Belange des Landtages, der Staatskanzlei und der Ressorts des Landes betreut. Auch die nachgeordneten Bereiche der Ressorts, wie beispielsweise

 

·         das Landesverwaltungsamt Halle und Außenstellen

·         die Justizbehörden und Justizvollzugsanstalten

·         Polizeidienststellen

·         Museen und andere kulturelle Einrichtungen in Trägerschaft des Landes

·         Landesämter

·         Straßenmeistereien

·         Einrichtungen des Bildungswesens (Landesschulen)

·         Finanzämter

·         sowie weitere Sonderbehörden und Sondereinrichtungen des Landes

 

gehören ebenso wie auch die Baumaßnahmen für die Hochschulen des Landes zum facettenreichen Spektrum des staatlichen Hochbaus des Landes. Die Bauten, die der Landesbetriebes BLSA plant, baut und baufachlich betreut, prägen das Gesicht der Städte und Gemeinden entscheidend mit. Entsprechend ist das oberste Ziel bei Planung und Umsetzung aller Projekte die Weiterentwicklung der Baukultur im Land unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit. Dazu gehören Termin- und Kostensicherheit, aber auch die Beachtung der Aspekte des energieeffizienten Bauens und des demographischen Wandels sowie die Nachhaltigkeit der Baumaßnahmen.

Hochschulbau

Hervorragend ausgebildete Menschen sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft und die Sicherung des Wohlstandes der Gesellschaft. Attraktive Studienangebote und innovative Forschungsleistungen der Hochschulen Sachsen-Anhalts bilden eine gute Grundlage für eine erfolgreiche und nachhaltige Wirtschaft im Land. Deshalb investiert Sachsen-Anhalt in Ausstattung, Sanierung und Neubau der Hochschulen. 

So wurden in den vergangenen 20 Jahren mehr als 1,5 Milliarden Euro in den Hochschulbau investiert. Dadurch finden die Studierenden jetzt überdurchschnittlich gute Bedingungen vor. Zugleich ist es gelungen, eine unverwechselbare Identifikation der Architektur mit Lehre und Forschung sowie mit den jeweiligen Orten zu schaffen. Damit bildet der Hochschulbau eine wichtige Facette des Städtebaus.

Ein Beispiel ist das Fakultätsgebäude für Wirtschaftswissenschaften an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Mit dem ersten Neubau nach der Wende wurde ein richtungweisender architektonischer Akzent sowohl für den Campus als auch für die Landeshauptstadt und nicht zuletzt für das Land Sachsen-Anhalt gesetzt.

Die Kontinuität der anspruchsvollen Architektur setzt sich auch an den Fachhochschulstandorten fort. Wegen der Nähe zum Bauhaus Dessau sind die Neubauten der Hochschule Anhalt hervorzuheben.

Besonderes Augenmerk gilt auch der vorhandenen, zum großen Teil denkmalgeschützten Bausubstanz. Ein besonderes Thema dabei ist die Umnutzung ehemals militärisch genutzter Liegenschaften; sogenannter Konversionsflächen. Ein Beispiel ist der Campus der Hochschule Magdeburg-Stendal.

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